Prag, im Schatten des Schlosses
Prag ist bei Kafka selten ein Schauplatz und immer ein Zustand. Eine Annäherung an die Stadt, die seine Texte bevölkert.
Prag ist bei Kafka selten ein Schauplatz und immer ein Zustand. Die engen Gassen, die Büros, die Treppenhäuser — sie tauchen nicht als Ansichtskarten auf, sondern als Geräusche und Wege, die sich wiederholen.
Wer heute durch die Altstadt geht, findet Kafkas Geburtshaus, Denkmäler und Gedenktafeln. Aber die Stadt, die seine Texte bevölkert, ist weniger ein Ort als eine Art Verwaltung des Wartens.
Im Schatten des Schlosses
Das Schloss steht nicht in Prag. Und doch hat man beim Lesen oft das Gefühl, dass Kafka die Stadt nur verlassen musste, um sie genauer zu beschreiben. Die winterlichen Dörfer, die Wirtshäuser, die verschneiten Wege — sie gehören zu einer Topografie, die mit Prag beginnt und irgendwo im Inneren endet.
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